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Der VB Therwil ist U21 Schweizer Meister
Die besten U21 Volleyballerinnen vom VB Therwil haben am 20./21.3.10 Geschichte geschrieben! Sie holten sich in Bellinzona verdient die Goldmedaille im hochstehenden Final der Inter A U21 Meisterschaft!Im Kader standen nebst Juniorinnen, die in Therwil diese Saison 2. Liga oder NLB spielten auch Marina Kühner, die bereits zum Partnerclub Sm'Aesch in die NLA gewechselt hatte. Verstärkt wurde das Team durch die Sm'Aescherin Laura Sirucek, die in der NLA längst einen Stammplatz inne hat. Schon in der Qualifikation für die SM war Therwil erfolgreich, man gewann dort im entscheidenden Spiel um den direkten Finaleinzug gegen Köniz. Noch stand Stammpasseuse Michela Vacilotto im Kader, die leider kurz danach mit einer Knieverletzung ausfiel. Therwil suchte Ersatz und fand ihn in der Person von Luana Belafatti, die frühere 2. Liga Passeuse, die schon etwa zwei Jahre nicht mehr Volleyball gespielt hat.
Sie ist der Anfrage vom VBT gefolgt und hat dann nur noch wenige Trainings mitmachen können vor dem Schlussturnier. So stand also ein Kader zur Verfügung mit Angreiferinnen aus diversen VBT Teams und SmAesch-Pfeffingen und einer Comeback-Passeuse. Das Trainertrio Christoph Markwalder, Sue Moser und Johannes Nowotny von Smash setzten nebst dem taktischen Training auch auf Teambuilding. Dies zahlte sich aus, denn die Mannschaft zeichnete sich im Tessin mit einem auffällig starken Teamgeist aus, und konnte damit die kleinere Spielerfahrung in der höchsten Liga kompensieren.
Die Gruppenspiele gegen Cossonay und BTV VBZ Luzern gewann Therwil mit 2:0, musste aber beide Male ausgeglichene Kämpfe hinnehmen.
Dies war wohl der Grundstein für eine solide Weiterarbeit, man hatte es nur mit Spitzengegnern zu tun, denn viele Teams hatten Nationalkader- Spielerinnen dabei. Für das 1/4-Finale wurde der VBC Cheseux zugelost mit der Volleyball-Legende Doris Hämmerli Stierli an der Seitenlinie.
Cheseaux trat zwar mit einem sehr jungen Team an, doch technisch und kämpferisch hervorragend agierend, war der 2:0 Sieg für Therwil ein hartes Stück Arbeit. Im 1/2-Final stand Titelverteidiger Biel mit einigen NLA erfahrenen Spielerinnen gegenüber. Johannes Nowotny konnte mit Scouting und Erfahrung des Gegners aus der Meisterschaft die Therwilerinnen taktisch gut auf das favorisierte Biel einstellen und so wurden die wenigen Schwachstellen angepeilt und ausgespielt. Das Team konnte den Gameplan hervorragend umsetzen und gewann gegen den Favorit Biel knapp 2:0 (27:25/25:22). Da im zweiten Halbfinal Köniz sich gegen das favorisierte Voléro Zürich durchsetzen konnte, kam es zur gleichen Begegnung wie in der Qualifikationsrunde. Allerdings waren dort diesmal mit Tanja Goricanec und Darja Sataric zwei neue Spielerinnen dabei, die Köniz gefährlicher machten. Unbeeindruckt davon setzte sich der VBT im Final mit druckvollem Spiel zu Beginn gleich etwas ab, hielt den kleinen Vorsprung bis zum Schluss und gewann den ersten Satz 25:20. Der zweite Abschnitt war dann ausgeglichener. Erst in der alles entscheidenden Schlussphase gelang es Therwil den Druck wieder zu erhöhen und die jüngste Angreiferin Manuela Burkhard verwandelte den zweiten Matchball zum 25:23. Die Therwilerinnen, die im ganzen Turnier keinen einzigen Satz abgeben mussten, wurden damit verdiente Schweizermeister!
Nebst der Goldmedaille kam das Team noch weiter zu Ehren. Manuela Burkhard, die vom TV Bettingen/KTV Riehen und der Sportklasse auf diese Saison hin ins NLB Team vom VBT gestossen ist, wurde als beste Angreiferin des Turniers ausgezeichnet (sie spielte auf der Position der Diagonalen), Laura Sirucek von Sm'Aesch Pfeffingen wurde von den Veranstaltern und Clubtrainern als wertvollste Spielerin an dieser SM gewählt!
Eine tolle Leistung!
Für den VBT als Überraschung des Turniers muss man Caroline Häfeli erwähnen, die viele Punkte für ihr Team holte und in der Statistik sowohl am Netz als auch im Aufbau mit den NLA erfahrenen Spielerinnen mithalten konnte. Dies, obwohl sie in dieser Saison "nur" 2. L. Stamm- und NLB Ersatzspielerin war. Ebenso Luana Belafatti, die ein fehlerfreies Turnier mit geschickter Passverteilung ablieferte.
Die Basis dieses phantastischen Erfolges liegt sicher in der guten und langjährigen Jugendarbeit vom VB Therwil und weiteren Clubs im VRB wie Muttenz oder Bettingen und in der Sportklasse Volley Intensiv Basel sowie der Zusammenarbeit zwischen den beiden Clubs VB Therwil und Sm'Aesch-Pfeffingen.
Das Kader: Tanja Lüdin (C), Manuela Burkhard, Caroline Häfeli, Marina Kühner, Laura Sirucek, Melina Dändliker, Rianna Hager, Melanie Siegrist, Mirjam Kaufmann, Luana Belafatti; verletzt: Joana Winter, Sanja Ristic und Michela Vacilotto; Trainer/Betreuer: Christoph Markwalder, Johannes Nowotny, Sue Moser, Alex Wenger.



